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Der Teufel im Detail, MAZ 06.12.2011

Christian Zielke über die Probleme auf dem Weg zum gemeinsamen Lernen
Inklusion ist gut, darin waren sich gestern alle Teilnehmer der Diskussion mit Bildungsministerin Martina Münch in der Rosa-Luxemburg-Schule einig. In einigen Jahren werden alle Kinder, egal ob sie behindert sind oder Lernschwierigkeiten haben, gemeinsam in einem Klassenraum sitzen. Der Teufel steckt wie so oft im Detail. Die Probleme bei der Inklusion müssen derzeit vor allem die Eltern tragen. Sie werden von Pontius zu Pilatus geschickt, wenn sie für ihre Kinder die notwendigen Unterstützungen im Schulalltag beantragen wollen. Gleich drei Ebenen mischen mit: Kommune, Land und Bund. Da wird das Elternsein schnell zum Vollzeitjob. Fast scheint es, als hätten die verantwortlichen Politiker mal wieder eine gute Idee gehabt, es aber vergessen, den ihnen unterstehenden Behörden davon zu erzählen. Anscheindend haben die Verantwortlichen einen zweiten Fehler gemacht und nicht gefragt, wer das alles bezahlen soll. Das Land, so Bildungsministerin Münch, könne unmöglich allein dafür aufkommen. Oberbürgermeister Jann Jakobs, der neben ihr saß, winkte ebenfalls ab. Pessimistisch könnte man sagen: Es wäre nicht das erste Mal, dass Brandenburger Bildungspolitiker eine scheinbar gute Idee haben, die an der Bürokratie und am Geld scheitert.